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Wärmepumpe in Stuttgart — zur Startseite Wärmepumpe in Stuttgart Heizungstechnik für Ihr Haus KfW 458 Zuschuss für den Heizungstausch
Bohrgerät auf Raupen im Herbstgarten auf Schutzbrettern, zwei Arbeiter von hinten, daneben eine Rolle schwarzes Sondenrohr
Heizungstechnik für Ihr Haus

Erdsonde: Bohrtiefe, Sondenlänge und Kosten in Stuttgart

Für Erdwärme in Stuttgart klären wir die Bohrtiefe vor der Planung. Im Land sind Sonden im Mittel 94,6 m tief, in Stuttgart nennt die Stadt rund 200 m als örtlichen Bestwert.

oder per E-Mail: kontakt@waermepumpe-in-stuttgart.de

Eine Erdsonde ist in Baden-Württemberg im Mittel 94,6 m tief (LGRB, Stand 01/2026), in Stuttgart nennt der Bericht zur Wärmeplanung rund 200 m als örtlichen Bestwert ohne besondere Schutzmaßnahmen. Erdsonde heißt das Rohr im Bohrloch, in dem eine Flüssigkeit Wärme aus dem Boden aufnimmt. Wie tief am einzelnen Grundstück gebohrt werden darf, entscheidet das Amt für Umweltschutz.

Kennwert Wert Quelle und Stand
Mittlere Tiefe im Land 94,6 m bei rund 60.100 Sonden LGRB, 01/2026
Örtlicher Bestwert in Stuttgart rund 200 m Bericht Wärmeplanung 2023
Faustregel Bohrung 100 m je 100 m² Wohnfläche, bei 6 kW und ca. 45 W/m Bundesverband Wärmepumpe
Sondenabstand 6 bis 10 m co2online
Flächenkollektor 150 bis 200 m² je 100 m² Wohnfläche, 1 bis 1,5 m tief Bundesverband Wärmepumpe; co2online
Bohrung, Richtwert rund 16.000 € co2online, Modell
Zuschuss Stadt Stuttgart 50 € je Sondenmeter, höchstens 50.000 €, Faktor 1,0 Förderrichtlinie, gültig ab 01.05.2026
Nutzungsdauer der Sonde mindestens 50 Jahre BBSR

Die Faustregel taugt für eine erste Einschätzung und ersetzt keine Auslegung. Vor der Planung brauchen wir die raumweise Heizlast und die Auskunft zum Grundstück.

Wie viele Meter Sonde braucht ein Haus je kW?

Rund 16,7 m je kW Heizleistung sind es bei 45 W/m und einer Jahresarbeitszahl von 4. W/m ist die Entzugsleistung, also die Wärme, die je Meter Sonde dauerhaft aus dem Boden kommt. Bei einer Jahresarbeitszahl von 4 stammen 0,75 kW je Kilowatt Heizleistung aus dem Boden, der Rest aus dem Strom.

Heizleistung Bei 60 W/m Bei 45 W/m Bei 33,6 W/m
6 kW 75 m 100 m 134 m
8 kW 100 m 133 m 179 m
10 kW 125 m 167 m 223 m
12 kW 150 m 200 m 268 m

Alle Zeilen sind gerechnet, die Annahme lautet Jahresarbeitszahl 4. Der Wert 33,6 W/m stammt aus VDI 4640 Blatt 2 in der Ausgabe von 2019 für zwei Sonden, 2.400 Betriebsstunden und eine Wärmeleitfähigkeit des Bodens von 2,0 W/(m·K). Bei 3,0 W/(m·K) sind es dort 43,3 W/m, und eine einzelne Sonde mit 1.200 Betriebsstunden kommt auf 52,0 bis 61,5 W/m. Wir kennen diese Zahlen aus der Wiedergabe eines Fachvortrags, die Bohrfirma legt ihrer Planung die Norm selbst zugrunde.

Ein 12-kW-Haus stößt bei 45 W/m also genau an den örtlichen Bestwert von 200 m. Viele Anlagen sind überdimensioniert (Fraunhofer ISE), und bei Erdwärme kostet ein zu großes Gerät zusätzliche Bohrmeter. Deshalb lohnt sich die Rechnung in der Heizlast und Größe gerade bei Erdwärme.

Wie tief darf man in Stuttgart bohren?

Rund 200 m sind der örtliche Bestwert, besonders günstig liegen laut Bericht zur Wärmeplanung der Süden und der Norden der Stadt. Das ist eine Einschätzung und keine Erlaubnis, denn ob und wie tief gebohrt wird, entscheidet die Behörde. Die Stadt bezeichnet Erdwärme in ihrem Leitfaden von 2005 als „beinahe flächendeckend zulässig“, im Heilquellenschutzgebiet unter Auflagen.

Ob eine Zone des Heilquellenschutzgebiets oder eine gipshaltige Schicht die Tiefe am Grundstück begrenzt, erklären wir auf der Seite Erdwärme und Heilquellenschutz. Eine erste Auskunft bekommen Sie selbst: Die Stadt zeigt in Stuttgart Maps eine Ersteinschätzung zur Bohrtiefe, das Land führt das System ISONG unter geothermie-bw.de. Beides ersetzt die Prüfung durch das Amt nicht. Für einen Antrag beim Heizungsprogramm braucht es außerdem die Ersteinschätzung des Sachgebiets „Technischer Grundwasser- und Bodenschutz, Altlasten“.

Bohrungen über 10 m werden nach § 43 WG einen Monat vorher angezeigt, beim Eindringen in einen Grundwasserleiter braucht es eine Erlaubnis. Zuständig ist das Amt für Umweltschutz. In anderen Kreisen läuft es anders, in Ludwigsburg ist das Landratsamt bis 100 m zuständig, ab 100 m greift das Bergrecht beim LGRB.

Hände sortieren leere Blätter in einen Aktenordner, daneben geschlossenes Notebook, Kugelschreiber und Tasse

Warum das Landesmittel für Ihr Grundstück wenig bedeutet

Die 94,6 m entstehen aus sehr unterschiedlichen Anlagen und Böden im ganzen Land. In Stuttgart zählt die Stadt rund 450 Sondenanlagen mit rund 230 Bohrkilometern. Das sind rechnerisch rund 510 Bohrmeter je Anlage, im Schnitt also mehrere Sonden und mehr Leistung, als ein Einfamilienhaus braucht.

Ist die Tiefe begrenzt, teilt man die nötigen Meter auf mehrere Sonden auf. Aus 200 m werden dann 2 × 100 m oder 4 × 50 m, jeweils mit 6 bis 10 m Abstand zueinander. Mehrere Sonden nebeneinander liefern je Meter weniger, nach VDI 4640 bei 1.200 Betriebsstunden und 2,0 W/(m·K) zum Beispiel 48,6 statt 52,0 W/m. Die Summe der Meter steigt also eher. Auf einem schmalen Grundstück ist damit schnell Schluss, und dann bleibt die Luft-Wasser-Wärmepumpe oder ein anderer Weg.

Was kostet eine Erdwärmebohrung?

Rund 16.000 € gelten als Richtwert (co2online), Preise je Meter nennen nur Anbieter, eine neutrale Quelle dafür gibt es nicht. Wir nennen deshalb keinen Meterpreis. Das folgende Modell von co2online gilt für ein Haus mit 130 m², Baujahr 1994.

Posten im Modell co2online Betrag
Sole-Wärmepumpe 27.000 €
Bohrung 16.000 €
Speicher 2.500 €
Wärmemengenzähler und Pumpe 1.000 €
Zusammen 46.500 €

Die Marktumfrage der Verbraucherzentrale Energieberatung nennt für Sole mit Erdsonde ca. 56.000 € und für Luft-Wasser 36.000 € (Preise 06/2026, abgelesen und gerundet). Für Stuttgart gibt es keine eigene Preisstatistik, und am Hang oder im Quellschutz kann die Bohrung teurer werden als im Modell. Im Angebot sollten Meterzahl, Zahl der Sonden und der Ringraum ausgewiesen sein, also die Verfüllung zwischen Sonde und Bohrloch, im Quellschutz sulfatbeständig. Für die KfW muss die Bohrfirma die Anforderungen nach DVGW W 120-2 erfüllen und eine verschuldensunabhängige Versicherung haben.

Was kostet es bei Ihnen?

Die Zahlen oben sind Richtwerte. Was es bei Ihnen kostet, sagen wir Ihnen nach einem kurzen Gespräch.

Was zahlen Stadt und KfW für die Sonde?

Die Stadt zahlt 50 € je Sondenmeter, höchstens 50.000 €, bei Faktor 1,0 und ohne Rechtsanspruch. Trotzdem kommt davon oft nur ein Teil an, weil KfW und Stadt zusammen höchstens 60 % der maximal förderfähigen Kosten erreichen dürfen. Die Mindest-Jahresarbeitszahl der Stadt liegt für Sole-Wasser bei 3,8 und für Luft-Wasser bei 3,5, jeweils gerechnet nach VDI 4650.

Beispiel. Einfamilienhaus, 10 kW, 200 m Sonde, Selbstnutzer, Gaskessel über 20 Jahre, Antrag bis 31.01.2027, Faktor 1,0. Angenommen wird die Bezugsgröße 28.000 €, die Kosten der Marktumfrage und 18.000 kWh Wärme im Jahr.

Beispiel Erdsonde 200 m Luft-Wasser
Marktumfrage, ca. 56.000 € 36.000 €
KfW 46 % von 28.000 € 12.880 € 12.880 €
Stadt vor der Grenze 3.000 € + 10.000 € 3.000 €
Grenze 60 % von 28.000 € 16.800 € 16.800 €
Stadt nach der Grenze 3.920 € 3.000 €
Eigenanteil 39.200 € 20.120 €
Strom im Jahr bei 29,0 Cent Jahresarbeitszahl 4,3: rund 4.190 kWh, rund 1.210 € Jahresarbeitszahl 3,4: 5.300 kWh, 1.540 €

Von den 10.000 € für die Sonde bleiben also rechnerisch nur 920 € übrig. Der Eigenanteil liegt rund 19.080 € über dem Luftgerät, die Stromrechnung rund 330 € im Jahr darunter. Über den Strom allein kommt die Bohrung damit nicht wieder herein, auch nicht in den mindestens 50 Jahren der Sonde. Selbst mit dem günstigeren Modellwert von 46.500 € bleibt der Abstand groß. Die Jahresarbeitszahlen im Beispiel sind gemessene Mittelwerte aus dem Feldtest des Fraunhofer ISE mit 13 Erdsonden und 49 Außenluftanlagen und stammen aus einem milden Jahr.

Gebohrt wird trotzdem, wenn am engen Hang kein Außengerät mit vertretbarem Abstand zum Nachbarn möglich ist. Die Erdsonde kommt ohne Außengerät aus, und mit ihr lässt sich passiv kühlen. Mehr zu dieser Abwägung steht auf der Seite zum Aufstellort am Hang und im Vergleich der Bauarten. Ob die Rechnung bei Ihnen besser ausfällt als im Beispiel, hängt vor allem an den Angeboten und am Stand der Stadtmittel.

Wie groß muss ein Erdkollektor sein?

Der Bundesverband Wärmepumpe nennt 150 bis 200 m² je 100 m² Wohnfläche, bei 6 kW und 30 W/m². Für 10 kW, 25 W/m² und eine Jahresarbeitszahl von 4 sind es rund 300 m². Die Rohre liegen 1 bis 1,5 m tief in der Fläche.

Boden (Hamburger Leitfaden nach VDI 4640) Entzug Fläche je kW bei Jahresarbeitszahl 4, rechnerisch
Sand 25 W/m² 30 m²
Lehm 32 W/m² rund 23 m²
Schluff 35 W/m² rund 21 m²
Sandiger Ton 38 W/m² rund 20 m²

Die Fläche muss frei und ungefähr eben sein, und bebauen sollte man sie nicht. Auf Stuttgarter Hanggrundstücken mit Terrassen und Mauern scheitert der Kollektor deshalb oft an der Fläche, auf den Fildern und in den flacheren Außenbezirken ist er eher denkbar. Die Marktumfrage nennt ca. 54.000 €, das Modell von co2online 38.500 bis 46.500 €. Auch hier klären wir mit dem Amt, was im Quellschutz gilt, und rechnen nicht mit einem Vorteil, bevor das feststeht.

Wo steht das Bohrgerät auf einem Hanggrundstück?

Das Bohrgerät muss aufs Grundstück kommen und dort stehen können, was am Hang nicht selbstverständlich ist. Maße nennt die jeweilige Bohrfirma, einen allgemeinen Wert haben wir nicht. Stufen, schmale Einfahrten und Terrassenmauern schauen wir deshalb vor jeder Rechnung an.

Wir binden für die Sondenbohrung eine zugelassene Bohrfirma ein und stimmen mit ihr Standort und Meterzahl ab. Vor der Bohrung klären wir mit der Wasserbehörde, was am Grundstück zulässig ist, und planen Gerät und Sonde dazu. Was das für das Haus insgesamt heißt, steht bei der Erdwärmepumpe in Stuttgart.

Womit Sie anfangen können

Sehen Sie in Stuttgart Maps nach, was die Ersteinschätzung für Ihre Adresse sagt, und halten Sie das Ergebnis mit dem letzten Jahresverbrauch bereit. Ein Foto der Zufahrt hilft uns zusätzlich. Beim ersten Termin, der nichts kostet, sagen wir, ob sich die weitere Prüfung für Sie lohnt. Beides erreicht uns über das Formular oder unter kontakt@waermepumpe-in-stuttgart.de.

Häufige Fragen

Wie tief wird für eine Erdsonde im Schnitt gebohrt?

94,6 m beträgt die mittlere Tiefe der rund 60.100 Sonden in Baden-Württemberg (LGRB, Stand 01/2026). Für ein einzelnes Grundstück ist das nur ein Anhaltspunkt.

Wie tief darf in Stuttgart gebohrt werden?

Rund 200 m nennt der Bericht zur Wärmeplanung als örtlichen Bestwert ohne besondere Schutzmaßnahmen. Für das einzelne Grundstück entscheidet das Amt für Umweltschutz, in manchen Lagen deutlich weniger.

Wie viele Meter Erdsonde braucht man je kW Heizleistung?

16,7 m je kW sind es rechnerisch bei 45 W/m und einer Jahresarbeitszahl von 4. Der Boden am Grundstück verschiebt den Wert, deshalb rechnen wir mit dem Ergebnis der Bohrfirma.

Was kostet die Bohrung für eine Erdwärmepumpe?

16.000 € nennt co2online als Richtwert. Preise je Meter stammen nur von Anbietern, eine neutrale Quelle haben wir dafür nicht, deshalb nennen wir hier keine.

Was zahlt die Stadt Stuttgart je Sondenmeter?

50 € je Sondenmeter, höchstens 50.000 €, bei Faktor 1,0 und ohne Rechtsanspruch. Die Grenze von 60 % zusammen mit der KfW kürzt den Betrag aber oft deutlich.

Reicht eine einzige Erdsonde für ein Einfamilienhaus?

Ja, wenn die zulässige Tiefe für die Heizlast genügt. Reicht sie nicht, werden es zwei oder mehr kürzere Sonden, und die brauchen 6 bis 10 m Abstand voneinander.

Wie weit müssen Erdsonden auseinanderliegen?

6 bis 10 m nennt co2online als Sondenabstand. Auf engen Stuttgarter Grundstücken entscheidet das oft darüber, ob eine zweite Sonde überhaupt möglich ist.

Wie groß wird ein Erdkollektor?

150 bis 200 m² je 100 m² Wohnfläche nennt der Bundesverband Wärmepumpe, bei 10 kW, 25 W/m² und einer Jahresarbeitszahl von 4 rund 300 m². Verlegt wird in 1 bis 1,5 m Tiefe.

Muss eine Erdwärmebohrung in Stuttgart angezeigt werden?

Ja. Bohrungen über 10 m werden nach § 43 WG einen Monat vorher angezeigt, beim Eindringen in Grundwasserleiter braucht es eine Erlaubnis. Zuständig ist das Amt für Umweltschutz.

Wie lange bleibt eine Erdsonde im Boden nutzbar?

50 Jahre setzt das BBSR als rechnerische Mindest-Nutzungsdauer an, für das Sole-Gerät selbst 20 Jahre. Die Sonde bleibt also im Boden, wenn das Gerät getauscht wird.

Zwei Personen am Esstisch über einem Grundriss, nur Hände zu sehen, mit Bleistift, Zollstock und Kaffeetasse
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