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Wärmepumpe in Stuttgart — zur Startseite Wärmepumpe in Stuttgart Heizungstechnik für Ihr Haus KfW 458 Zuschuss für den Heizungstausch
Heizungsbauer von hinten verlegt Rohrschleifen einer Fußbodenheizung auf Dämmplatten, daneben die Rohrrolle
Heizungstechnik für Ihr Haus

Kann eine Wärmepumpe kühlen? Aktiv, passiv und der Taupunkt

Eine Wärmepumpe kann in Stuttgart auch kühlen, wenn Gerät und Heizflächen dazu passen. Die Oberflächen bleiben dabei bei mindestens 20 °C, sonst droht Tauwasser.

oder per E-Mail: kontakt@waermepumpe-in-stuttgart.de

Ja, eine Wärmepumpe kann kühlen, wenn sie dafür gebaut ist. Aktiv geht das über ein umkehrbares Gerät, passiv nur mit Sole oder Wasser als Wärmequelle (Verbraucherzentrale, Bundesverband Wärmepumpe, co2online, Stand 11/2026). Die kühlende Oberfläche bleibt bei mindestens 20 °C, ein Taupunktwächter sichert das ab.

Wie viel das im Raum bringt, hängt an den Heizflächen. Über eine Fußbodenheizung funktioniert es, mit normalen Heizkörpern in der Regel nicht. Wo Häuser dicht stehen, und das ist in vielen Stuttgarter Lagen so, wird im Sommer der Schall zur eigentlichen Frage.

Aktive Kühlung Passive Kühlung
Wärmequelle Luft, Sole oder Wasser nur Sole oder Wasser
Gerät umkehrbar, bei Luftgeräten der einzige Weg Wärmetauscher zum Erdkreis
Verdichter im Sommer läuft bleibt aus
Stromeinsatz Verdichter und Pumpen im Wesentlichen Pumpen
Hörbar beim Nachbarn bei Luftgeräten ja, das Außengerät läuft nein, ein Außengerät fehlt
Prüffrage in Stuttgart Schall am Nachbarfenster Bohrung im Heilquellenschutzgebiet
Bauart, Marktpreis 06/2026 Luft-Wasser 36.000 € Sole mit Erdsonde ca. 56.000 €

Die Preise stammen aus der Marktumfrage der Verbraucherzentrale Energieberatung, sind abgelesen und gerundet und gelten vor Förderung. Sie betreffen die Bauart insgesamt, einen eigenen Marktpreis für die Kühlfunktion haben wir nicht.

Was ist der Unterschied zwischen aktiver und passiver Kühlung?

Bei der aktiven Kühlung arbeitet der Verdichter und das Gerät läuft umgekehrt, bei der passiven bleibt er aus. Passiv gibt das Heizungswasser seine Wärme nur über einen Wärmetauscher an den kühleren Erdkreis ab.

Ein Luftgerät hat diese zweite Möglichkeit nicht, weil die Außenluft im Sommer wärmer ist als die Räume. Bei der aktiven Kühlung lässt sich die Temperatur des Heizungswassers über die Regelung vorgeben, wir müssen sie aber an den Taupunkt binden. Bei der passiven Kühlung kommt man nur so weit, wie das Erdreich kühl ist, dafür braucht sie wenig Strom.

Aktiv kühlen können nur Geräte, deren Hersteller das vorsieht. Das steht im Datenblatt und sollte auch im Angebot genannt sein. Laut Herstellerdokument eines Beispielgeräts steigt der Mindestabstand hinten am Lufteintritt mit Kühlung von 200 mm auf 250 mm. Im engen Garten am Hang kann das die Stellfläche verändern.

Warum darf die gekühlte Fläche nicht unter 20 °C fallen?

Unterhalb dieser Grenze droht an feuchten Tagen Tauwasser am Boden und an den Leitungen. Der Taupunkt ist die Temperatur, bei der sich die Feuchte aus der Raumluft an einer kalten Fläche niederschlägt, und er steigt mit der Luftfeuchte.

An schwülen Tagen reicht die feste Grenze allein deshalb nicht, der Taupunktwächter muss zusätzlich eingreifen. Eine feste Gradzahl für Ihr Haus lässt sich vorab nicht nennen, weil die Feuchte wechselt. Eine Fußbodenheizung kühlt deshalb nur begrenzt, weil der Abstand zwischen Raumluft und Boden klein bleibt und damit auch die Wärme, die der Boden aufnehmen kann.

Vor einem Kühlbetrieb sehen wir uns im Haus vier Dinge an:

  • Die Rohre im Keller. Kaltes Wasser in Leitungen, die nur für den Heizbetrieb gedämmt sind, lässt die Rohre beschlagen. Die Dämmung muss dampfdicht sein, auch an Pumpen und Verteilern.
  • Der Fühler. Der Taupunktwächter sitzt am kalten Vorlauf, also dort, wo sich Wasser zuerst niederschlagen würde.
  • Die Raumregler. Regler, die nur heizen können, schließen den Kreis, sobald es im Raum warm wird, also dann, wenn gekühlt werden soll.
  • Der Pufferspeicher. Ein vorhandener Puffer muss für kaltes Wasser taugen und gedämmt sein, sonst beschlägt er im Sommer.

Vor der Kühlung lohnt ein Blick auf den Sonnenschutz. Außen liegende Rollläden oder Markisen halten die Sonne ab, bevor sie im Raum ist, und im Dachgeschoss ohne Flächenheizung erreicht eine Kühlung über den Heizkreis ohnehin wenig.

Kann man mit Heizkörpern kühlen?

Mit normalen Heizkörpern in der Regel nicht. Ihre Fläche ist klein, und wenn sich Wasser niederschlägt, tropft es auf den Boden, weil ein Ablauf fehlt.

Eine Fußbodenheizung nachzurüsten kostet 20 bis 135 €/m², im Beispiel von co2online (Stand 11/2026) mit 130 m² gefräst 11.500 €. Das Heizungsprogramm der Stadt zahlt für größere Heizflächen bei Faktor 1,0 500 € je Raum, höchstens 20.000 €. Nur wegen der Kühlung rechnet sich so ein Umbau kaum, sinnvoll ist er, wenn er auch die Vorlauftemperatur senkt.

Es gibt zwei andere Wege. Gebläsekonvektoren sind Heizkörper mit Lüfter, sie brauchen aber eine Leitung für das Tauwasser und sind hörbar. Eine Luft-Luft-Wärmepumpe kühlt die Raumluft über Innengeräte direkt und liegt in der genannten Umfrage bei ca. 13.000 €. Warmwasser macht sie allerdings nicht, und was das heißt, steht beim Vergleich der Wärmepumpen-Arten.

Gewölbekeller mit weiß gekalkten Wänden, Inneneinheit der Wärmepumpe, Warmwasserspeicher und schwarz gedämmten Rohren

Wie warm wird es im Stuttgarter Kessel im Sommer?

Für den Talgrund selbst liegt uns keine Messreihe vor, und zu heißen Tagen oder warmen Nächten im Kessel nennen wir deshalb keine Zahl. An den DWD-Stationen Schnarrenberg und Echterdingen liegt das Juli-Mittel bei 20,0 und 19,1 °C.

Ort Höhe Juli-Mittel 1991 bis 2020 Quelle
Schnarrenberg 314 m 20,0 °C DWD
Echterdingen 371 m 19,1 °C DWD
Innenstadt im Talkessel rund 245 m am Marktplatz keine Reihe vorliegend Bericht Wärmeplanung 2023
Südliche Bezirke 430 bis 550 m keine Reihe vorliegend Bericht Wärmeplanung 2023

Der Bericht der Stadt zur Wärmeplanung beschreibt für den Kessel einen eingeschränkten Luftaustausch. Dass es dort abends länger warm bleibt als auf den Fildern, liegt nahe, gemessen haben wir das aber nicht. Im Tal ist außerdem der Platz für ein Außengerät knapp. Zu Stuttgart-Süd nennt die Stadt für die Tallagen enge Bebauung, Altbau und Denkmalschutz, für die Hanglagen ausreichend Platz für die eigene Heizung.

Wo in Stuttgart ist passive Kühlung überhaupt denkbar?

Passive Kühlung setzt eine Erdsonde oder Grundwasser voraus, und beides ist im Heilquellenschutzgebiet begrenzt. In der Kernzone dürfen Sonden höchstens bis zur Basis Quartär reichen, in der Innenzone höchstens bis zur Oberkante der Grundgipsschichten, in der Außenzone entscheidet der Einzelfall.

Bezirk Kernzone Innenzone Außenzone außerhalb
Mitte 17 % 58 % 25 % 0 %
Bad Cannstatt 39 % 7 % 46 % 8 %
Stuttgart-West 0 % 5 % 95 % 0 %
Stuttgart-Süd 0 % 3 % 97 % 0 %
Vaihingen 0 % 0 % 72 % 28 %
Möhringen 0 % 0 % 11 % 89 %
Sillenbuch 0 % 0 % 0 % 100 %

Das ist unsere Auswertung der Stadtdaten im 100-m-Raster und keine Aussage über ein einzelnes Grundstück. Die Tiefe legt immer das Amt für Umweltschutz fest. Grundwasser-Wärmepumpen sind in der Kernzone verboten und in der Innenzone aus Oberem Muschelkalk und Unterkeuper ebenfalls. Vor einer Bohrung klären wir mit dem Amt, was am Grundstück zulässig ist, und fragen dabei auch nach dem Kühlbetrieb, denn dabei gelangt Wärme in den Untergrund. Mehr dazu steht auf der Seite zum Heilquellenschutz.

Stört das Kühlen die Nachbarn?

Lohnt sich eine Erdsonde nur wegen der Kühlung?

Nein. Der Preisabstand zur Luft-Wasser-Wärmepumpe ist dafür zu groß, und die Förderung gleicht ihn kaum aus.

Beispiel. Angenommen, Sie wohnen selbst, heizen mit einem Gaskessel über 20 Jahre und stellen den Antrag bis 31.01.2027. Die Marktumfrage nennt für Luft-Wasser 36.000 € und für Sole mit Erdsonde ca. 56.000 €, rechnerisch rund 20.000 € Abstand. Die KfW zahlt in beiden Fällen 46 % von höchstens 28.000 €, also 12.880 €, und an diesem Betrag ändert die teurere Bauart nichts.

Die Stadt legt für die Sonde 50 € je Sondenmeter dazu, bei 200 m und Faktor 1,0 sind das 10.000 €. Zusammen dürfen KfW und Stadt aber höchstens 60 % der förderfähigen Kosten ausmachen, bei 28.000 € als Bezugsgröße also 16.800 €. Für die Stadt bleiben bei der Sonde damit 3.920 €, bei einem Luftgerät mit 10 kW sind es 3.000 €. Von den rund 20.000 € Abstand bleiben also rund 19.080 €.

Eine Sonde kann sich trotzdem rechnen, wenn Grundstück und Bohrtiefe passen und der Feldtestwert von 4,3 gegenüber 3,4 beim Luftgerät auf Ihr Haus übertragbar ist. Die passive Kühlung ist dann eine Zugabe. Wie wir das prüfen, steht auf der Seite zur Erdwärmepumpe. Wer ohnehin eine Luft-Wasser-Wärmepumpe plant, fragt nach einem umkehrbaren Gerät und lässt die Kühlung als eigenen Posten ins Angebot schreiben, damit sie sich mit anderen Angeboten vergleichen lässt.

Sagen Sie uns im ersten Gespräch, welche Räume im Sommer zu warm werden und ob dort eine Fußbodenheizung liegt, dann sehen wir schnell, was davon geht. Beides können Sie uns über das Formular oder an kontakt@waermepumpe-in-stuttgart.de schreiben, innerhalb eines Werktags antworten wir.

Ortsrand auf der Hochebene mit Häusern der 1970er Jahre, davor Felder mit Kohlreihen, seitlich ein Außengerät

Häufige Fragen

Kann eine Luft-Wasser-Wärmepumpe auch kühlen?

Ja, wenn das Gerät umkehrbar ist. Bei Luftgeräten ist diese aktive Kühlung der einzige Weg, der Verdichter läuft also auch im Sommer.

Geht passive Kühlung mit einer Luftwärmepumpe?

Nein. Passiv kühlen lässt sich nur mit Sole oder Wasser als Wärmequelle, weil die Außenluft im Sommer wärmer ist als die Räume.

Wie kalt darf der Fußboden beim Kühlen werden?

20 °C ist die Untergrenze für die Oberfläche im Kühlbetrieb. Darunter droht an feuchten Tagen Tauwasser, und ein Taupunktwächter sichert die Anlage zusätzlich ab.

Brauche ich zum Kühlen einen Taupunktwächter?

Ja. Er erkennt, wann sich an der gekühlten Leitung Wasser niederschlagen würde, und greift dann in den Kühlbetrieb ein.

Kann man mit normalen Heizkörpern kühlen?

Nein, in der Regel nicht, denn ihre Fläche ist klein und für Tauwasser fehlt ein Ablauf. Dafür braucht es Flächenheizungen oder Gebläsekonvektoren.

Ist die Wärmepumpe beim Kühlen leiser als beim Heizen?

Nein, darauf sollten Sie nicht rechnen. Ein Beispielgerät nennt im Datenblatt 69 dB(A) bei Volllast im Heizbetrieb und 68 dB(A) bei Volllast im Kühlbetrieb.

Gilt die TA Lärm auch für den Kühlbetrieb im Sommer?

Ja, die Richtwerte gelten für das Gerät unabhängig von der Jahreszeit. Nachts von 22 bis 6 Uhr sind es im reinen Wohngebiet 35 dB(A), im allgemeinen 40 dB(A), gemessen 0,5 m vor dem geöffneten Fenster.

Lohnt sich eine Erdsonde nur wegen der Kühlung?

Nein. Sole mit Erdsonde liegt in der Marktumfrage der Verbraucherzentrale bei ca. 56.000 €, Luft-Wasser bei 36.000 €. Eine Sonde muss sich über Effizienz und Grundstück rechnen.

Ist passive Kühlung überall in Stuttgart möglich?

Nein. Sie braucht eine Erdsonde oder Grundwasser, und beides ist im Heilquellenschutzgebiet begrenzt. Was am Grundstück zulässig ist, entscheidet das Amt für Umweltschutz.

Wie warm ist der Juli in Stuttgart im Mittel?

20,0 °C am Schnarrenberg und 19,1 °C in Echterdingen, jeweils im Mittel von 1991 bis 2020 (DWD). Für den Talgrund im Kessel liegt uns keine eigene Reihe vor.

Zwei Personen am Esstisch über einem Grundriss, nur Hände zu sehen, mit Bleistift, Zollstock und Kaffeetasse
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Wärmepumpe für Ihr Haus in Stuttgart

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