Ja, eine Wärmepumpe kann kühlen, wenn sie dafür gebaut ist. Aktiv geht das über ein umkehrbares Gerät, passiv nur mit Sole oder Wasser als Wärmequelle (Verbraucherzentrale, Bundesverband Wärmepumpe, co2online, Stand 11/2026). Die kühlende Oberfläche bleibt bei mindestens 20 °C, ein Taupunktwächter sichert das ab.
Wie viel das im Raum bringt, hängt an den Heizflächen. Über eine Fußbodenheizung funktioniert es, mit normalen Heizkörpern in der Regel nicht. Wo Häuser dicht stehen, und das ist in vielen Stuttgarter Lagen so, wird im Sommer der Schall zur eigentlichen Frage.
| Aktive Kühlung | Passive Kühlung | |
|---|---|---|
| Wärmequelle | Luft, Sole oder Wasser | nur Sole oder Wasser |
| Gerät | umkehrbar, bei Luftgeräten der einzige Weg | Wärmetauscher zum Erdkreis |
| Verdichter im Sommer | läuft | bleibt aus |
| Stromeinsatz | Verdichter und Pumpen | im Wesentlichen Pumpen |
| Hörbar beim Nachbarn | bei Luftgeräten ja, das Außengerät läuft | nein, ein Außengerät fehlt |
| Prüffrage in Stuttgart | Schall am Nachbarfenster | Bohrung im Heilquellenschutzgebiet |
| Bauart, Marktpreis 06/2026 | Luft-Wasser 36.000 € | Sole mit Erdsonde ca. 56.000 € |
Die Preise stammen aus der Marktumfrage der Verbraucherzentrale Energieberatung, sind abgelesen und gerundet und gelten vor Förderung. Sie betreffen die Bauart insgesamt, einen eigenen Marktpreis für die Kühlfunktion haben wir nicht.


