Ist die größere Wärmepumpe die sichere Wahl?
Nein, denn laut Fraunhofer ISE sind viele Anlagen überdimensioniert. In einer Stichprobe reichte die angebotene Leistung von 0,28 bis 1,60 kW je 1.000 kWh Jahresverbrauch, also weit auseinander für ähnliche Aufgaben. Ein zu großes Gerät schaltet in der Übergangszeit häufiger ein und aus und kostet mehr, der Median der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz lag bei 4.098 € je kW (Auswertung 07/2026).
| Größe im Angebot |
Anzahl von 156 Angeboten |
| 4 bis 6 kW |
29 |
| 7 bis 9 kW |
45 |
| 10 bis 12 kW |
60 |
| 13 bis 15 kW |
16 |
| 16 bis 20 kW |
6 |
Die Angebote stammen aus Ein- und Zweifamilienhäusern in Rheinland-Pfalz, für Stuttgart gibt es keine eigene Statistik. Mehr zu den Preisen steht unter Wärmepumpe Kosten.
Die Sorge vor dem kalten Tag ist selten der richtige Grund für mehr Leistung. Das Tagesmittel lag von 2011 bis 2025 auf dem Schnarrenberg an 2,5 und in Echterdingen an 3,1 Tagen im Jahr unter −5 °C, der mittlere Jahres-Tiefstwert bei −9,4 und −12,0 °C. Der Tiefstwert der Messreihe ab 2006 stammt vom 12.02.2012 mit −15,6 und −16,6 °C. 84 % der Anlagen im Feldtest haben einen Heizstab für solche Stunden, im Mittel entfielen auf ihn bei Außenluft rund 1,3 % der elektrischen Arbeit.
Eine Stelle gibt es allerdings, an der ein größeres Gerät mehr Zuschuss bringt. Das Heizungsprogramm der Stadt zahlt 300 € je kW Heizleistung laut BAFA-Liste, bei 10 kW also 3.000 € und bei 12 kW 3.600 €, jeweils bei Faktor 1,0 und ohne Rechtsanspruch. Das ist kein Grund, größer zu planen, als die Heizlast es verlangt, denn der gemeinsame Deckel mit der KfW liegt bei 60 %. Die Rechnung steht beim Heizungsprogramm.