Eine Wärmepumpe nimmt Wärme aus der Außenluft, aus dem Erdreich oder aus dem Grundwasser auf, hebt sie mit Strom auf Heiztemperatur und gibt sie an das Heizwasser ab. Im Feldtest des Fraunhofer ISE wurden bei Außenluft-Geräten aus 1 Kilowattstunde Strom im Mittel 3,4 Kilowattstunden Wärme. Gemessen wurde das an 49 Anlagen in bestehenden Häusern, Auswertung 2024, in einem milden Winter.
Ihr Kühlschrank arbeitet genauso, nur mit einem anderen Zweck. Er entzieht dem Innenraum Wärme und gibt sie an der Rückwand an die Küche ab, deshalb ist es dort warm. Die Wärmepumpe entzieht die Wärme der Luft draußen und gibt sie im Haus ab.
Dafür läuft in einem geschlossenen Rohrkreis ein Kältemittel durch vier Bauteile. Beim Wechsel von flüssig zu gasförmig und zurück nimmt es besonders viel Wärme auf oder gibt sie ab.
| Bauteil | Was dort passiert | Danach ist das Kältemittel | Das kennen Sie von |
|---|---|---|---|
| Verdampfer | Das sehr kalte, flüssige Kältemittel nimmt Wärme aus der Außenluft auf und verdampft. | gasförmig, noch kalt | nasser Haut im Wind, die beim Trocknen kühl wird |
| Verdichter | Ein Elektromotor presst das Gas zusammen, dadurch steigen Druck und Temperatur. | gasförmig, heiß | der Luftpumpe, die beim Aufpumpen warm wird |
| Verflüssiger | Das heiße Gas gibt seine Wärme an das Heizwasser ab und wird wieder flüssig. | flüssig, warm | dem Badspiegel, an dem Dampf zu Tropfen wird |
| Expansionsventil | Das Kältemittel strömt durch eine Engstelle, Druck und Temperatur fallen stark. | überwiegend flüssig, sehr kalt | der Spraydose, die beim Sprühen kalt wird |
Danach kommt das Kältemittel wieder am Verdampfer an, und dieser Kreis läuft weiter, solange das Haus Wärme braucht. In welchem Gehäuse die Bauteile sitzen, unterscheidet Monoblock und Split, am Ablauf ändert das nichts.



