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Bohrgerät auf Raupen im Herbstgarten auf Schutzbrettern, zwei Arbeiter von hinten, daneben eine Rolle schwarzes Sondenrohr
Heizungstechnik für Ihr Haus

Erdwärmepumpe in Stuttgart: erst die Tiefe klären, dann bohren

Wir planen Erdwärmepumpen in Stuttgart und klären vorher Schutzzone und Tiefe. Eine Marktumfrage nennt mit Erdsonde ca. 56.000 €, die Stadt gibt je Sondenmeter 50 € dazu, bei Faktor 1,0.

oder per E-Mail: kontakt@waermepumpe-in-stuttgart.de

Die Anfrage läuft in 6 Schritten. Eine Option wählen Sie mit der Eingabetaste oder der Leertaste; danach öffnet sich der nächste Schritt.

Schritt 1 von 6
Worum geht es?

Nehmen Sie, was am ehesten passt. Alles Weitere besprechen wir.

Um welches Gebäude geht es?

Davon hängen Aufstellort, Schall und Zuschuss ab.

Wie alt ist das Haus ungefähr?

Eine Schätzung reicht.

Was gehört schon zum Haus?

Mehrere Antworten sind möglich.

Wann soll die Wärmepumpe laufen?

Der Antrag kommt vor dem Einbau. Die Reihenfolge besprechen wir mit Ihnen.

Wohin dürfen wir antworten?

Innerhalb eines Werktags antworten wir und schlagen einen ersten Termin vor. Er kostet nichts.

oder per E-Mail:kontakt@waermepumpe-in-stuttgart.de

Eine Erdwärmepumpe ist in Stuttgart in den meisten Lagen möglich, die Bohrung läuft aber nie ohne das Amt für Umweltschutz. Die Stadt nennt Erdwärme in ihrem Leitfaden von 2005 „beinahe flächendeckend zulässig“, im Heilquellenschutzgebiet unter Auflagen. Im Stadtgebiet stehen rund 450 Sondenanlagen mit rund 230 Bohrkilometern.

Die Marktumfrage der Verbraucherzentrale Energieberatung nennt für Juni 2026 gerundet ca. 56.000 € mit Erdsonde, die Stadt gibt bei Faktor 1,0 zusätzlich 50 € je Sondenmeter. Wie viel davon ankommt, hängt am Deckel zusammen mit der KfW, und das rechnen wir weiter unten vor.

Wir planen die Anlage und bauen sie ein. Gebohrt wird von einer zugelassenen Bohrfirma, die wir für Sie einbinden. Vorher klären wir mit der Wasserbehörde, was an Ihrem Grundstück zulässig ist, denn erst danach lässt sich der Preis seriös nennen.

Darf bei Ihnen gebohrt werden?

Meistens ja, die Tiefe legt in Stuttgart das Amt für Umweltschutz fest. Grundlage ist die Verordnung des Regierungspräsidiums vom 11.06.2002 zum Schutz der 12 Heilquellen. Das Gebiet umfasst 30.062 ha und reicht über die Stadt hinaus, unter anderem nach Böblingen, Sindelfingen, Leonberg, Esslingen, Gerlingen und Fellbach.

Der Leitfaden der Stadt nennt für Erdsonden je Zone eine andere Grenze. In der Kernzone endet die Sonde an der Basis des Quartärs, in der Innenzone an der Oberkante der Grundgipsschichten, die Außenzone ist Einzelfall. Alle Regeln je Zone stehen auf der Seite zu Erdwärme und Heilquellenschutz.

Nach unserer Auswertung der Stadtdaten (100-m-Raster, keine Aussage je Grundstück) liegt Sillenbuch ganz außerhalb des Schutzgebiets, ebenso Birkach und Plieningen. Bad Cannstatt liegt zu 39 % in der Kernzone, Mitte zu 58 % in der Innenzone. West und Süd liegen ganz überwiegend in der Außenzone. Eine Grundwasser-Wärmepumpe ist in der Kernzone verboten, in der Innenzone ebenso aus dem Oberen Muschelkalk und dem Unterkeuper.

Gewölbekeller mit weiß gekalkten Wänden, Inneneinheit der Wärmepumpe, Warmwasserspeicher und schwarz gedämmten Rohren

Warum im Gipskeuper so genau hingesehen wird

Weil Anhydrit im Untergrund mit Wasser sein Volumen um bis zu 61 % vergrößern kann. Anhydrit ist wasserfreier Gips, er kommt in der Grabfeld-Formation vor, dem früher so genannten Gipskeuper. Trifft Wasser aus einer anderen Schicht auf ihn, weil eine Bohrung die Schichten verbindet, wird daraus Gips, und das Gelände darüber kann sich heben.

Die Leitlinien des Landes zur Qualitätssicherung von Erdwärmesonden (Stand 12/2018) sehen deshalb vor, die Bohrung beim Antreffen abzubrechen. Dazu kommt ein sulfatbeständiger Ringraum, also die Verfüllung um die Sonde, die das Bohrloch dauerhaft abdichtet.

Was in Böblingen passiert ist

In Böblingen hat eine solche Verbindung Schäden verursacht. Nach Angaben des Landesamts für Geologie, Rohstoffe und Bergbau entstanden in Böblingen-Süd 2006 bis 2008 18 Bohrungen für 8 Anlagen, ab 2011 traten Risse auf. In Böblingen-Nord misst der Bereich mit Hebungen ab 10 cm rund 600 × 200 m. Als Ursache nennt das Landesamt fehlerhafte Bohrungen und Wasser in der anhydrithaltigen Grabfeld-Formation. Auch in Leonberg und Renningen gab es laut Presse 2012 Risse.

Dem stehen landesweit rund 60.100 Erdwärmesonden gegenüber, mit einer mittleren Tiefe von 94,6 m (Stand 01/2026). Ganz ausschließen kann ein Bohrrisiko niemand. Die Fälle sind ein Grund für die Prüfung vor der Bohrung. Die KfW-Förderung verlangt außerdem eine Bohrfirma nach DVGW W 120-2 mit verschuldensunabhängiger Versicherung. Wir legen Ihnen diese Nachweise mit dem Angebot vor.

In dieser Reihenfolge klären wir die Bohrung

Zuerst kommt die Auskunft zum Grundstück, dann die Förderung, dann das Bohrgerät. Wer anders herum anfängt, hat im schlechten Fall einen Vertrag über eine Tiefe, die das Amt nicht zulässt.

Schritt Was geschieht Stelle
Erste Auskunft Ersteinschätzung zur Bohrtiefe, dazu das Landessystem ISONG Stuttgart Maps, geothermie-bw.de
Einschätzung des Amts Ersteinschätzung, die auch das Stadtprogramm im Antrag verlangt Sachgebiet „Technischer Grundwasser- und Bodenschutz, Altlasten“, Amt für Umweltschutz
Planung Heizlast, Sondenlänge, Zahl der Bohrungen, Zufahrt für das Bohrgerät wir mit der Bohrfirma
Förderung Bestätigung zum Antrag, Vertrag mit Bedingung, Antrag bei der KfW, danach bei der Stadt Sie, mit unseren Unterlagen
Anzeige Bohrungen über 10 m einen Monat vorher anzeigen (§ 43 WG), Erlaubnis beim Eindringen in Grundwasserleiter Amt für Umweltschutz
Bohrung und Einbau Sonden setzen, Ringraum verfüllen, Anlage anschließen und in Betrieb nehmen Bohrfirma und wir

Im Umland sind andere Stellen zuständig. In Ludwigsburg etwa ist es bis 100 m das Landratsamt, ab 100 m gilt Bergrecht beim LGRB, und das vorläufige Heilquellenschutzgebiet Hoheneck begrenzt die Tiefe. Den Zuschlag der Stadt gibt es nur auf Stuttgarter Gemarkung.

Was kostet eine Erdwärmepumpe?

Die Marktumfrage nennt ca. 56.000 € mit Erdsonde, das Modell von co2online liegt niedriger. Für Stuttgart gibt es keine eigene Preisstatistik, und Kosten je Bohrmeter stammen nur von Anbietern, deshalb nennen wir hier keine.

Anlage Marktwert Quelle
Sole-Wasser mit Erdsonde ca. 56.000 € Verbraucherzentrale Energieberatung, Preise 06/2026
Sole-Wasser mit Erdkollektor ca. 54.000 € ebenda
Luft-Wasser zum Vergleich 36.000 € ebenda
Erdsonde bei 130 m², Modell 46.500 €, davon Bohrung 16.000 € co2online
Kollektor, Modell 38.500 bis 46.500 € co2online

In unserem Angebot steht die Bohrung als eigener Posten neben Gerät, Speicher und Einbau. Die Tiefe im Angebot gilt erst, wenn das Amt sie bestätigt hat, das schreiben wir dazu.

Was kostet es bei Ihnen?

Die Zahlen oben sind Richtwerte. Was es bei Ihnen kostet, sagen wir Ihnen nach einem kurzen Gespräch.

Wie viel vom Zuschlag der Stadt kommt an?

Rechnerisch 50 € je Sondenmeter, tatsächlich oft deutlich weniger, weil KfW und Stadt zusammen höchstens 60 % der maximal förderfähigen Kosten erreichen dürfen. Dazu verlangt die Stadt für Sole-Wasser eine Jahresarbeitszahl von 3,8 nach VDI 4650 Blatt 1. Das ganze Programm steht unter Heizungsprogramm Stuttgart.

Beispiel. Sole-Wasser-Anlage mit 10 kW und zwei Sonden je 100 m, Antrag bis 31.01.2027, Kosten über 28.000 €, Faktor 1,0. Die Stadt rechnet 10 × 300 € = 3.000 € und 200 m × 50 € = 10.000 €, also 13.000 €. Als Bezugsgröße für den Deckel nehmen wir 28.000 € an, die Grenze liegt dann bei 16.800 €.

KfW-Satz Fall KfW Bleibt für die Stadt
30 % vermietet, oder Gaskessel jünger als 20 Jahre 8.400 € 8.400 €
46 % selbst genutzt, mit Klimabonus 12.880 € 3.920 €
56 % dazu Einkommensbonus 10 Prozentpunkte 15.680 € 1.120 €
70 % dazu Einkommensbonus 30 Prozentpunkte, auf 70 % gedeckelt 19.600 € nichts

Mit Klimabonus bleiben von den rechnerischen 13.000 € also 3.920 €. Die Stadt schreibt selbst, dass sich ihre Förderung nahe 60 % meist nicht lohnt. Ob das Amt bei Sonden eine andere Bezugsgröße ansetzt, konnten wir nicht belegen. Verbindlich ist der Bescheid, und einen Rechtsanspruch gibt es nicht.

Rechnet sich der Aufpreis gegenüber Luft-Wasser?

Über die Stromrechnung allein nicht. Die Sonde hat andere Vorteile, die wir in dieser Tabelle gegen die Luft-Wasser-Wärmepumpe stellen.

Luft-Wasser Sole-Wasser mit Erdsonde
Jahresarbeitszahl im Feldtest, Bestand 3,4 (2,6 bis 4,9; 49 Anlagen) 4,3 (3,6 bis 5,4; 13 Anlagen)
Mindestwert im Stadtprogramm 3,5 3,8
Rechnerische Nutzungsdauer (BBSR) 18 Jahre 20 Jahre, Sonden mindestens 50 Jahre
Kühlen nur aktiv, mit umkehrbarem Gerät auch passiv
Außengerät ja, mit Schallrechnung keines
Platz im Garten 0,5 bis 1,2 m² Stellfläche Bohrstellen 6 bis 10 m auseinander, Zufahrt für das Bohrgerät

Beispiel. Das Haus braucht 18.000 kWh Wärme im Jahr, Heizstrom kostet 29,0 ct/kWh (BDEW, 01.10.2026). Die Luft-Wasser-Anlage mit JAZ 3,4 braucht 5.300 kWh und kostet 1.540 €. Mit dem Feldtest-Mittel von 4,3 kommt die Sonde rechnerisch auf rund 4.190 kWh und rund 1.210 €, das sind rund 330 € weniger im Jahr. Der Aufpreis liegt laut Marktumfrage bei rund 20.000 €, und in 20 Jahren kämen rund 6.600 € zurück. Der Feldtest lief in einem milden Winter und mit nur 13 Sondenanlagen.

Sinnvoll wird die Sonde, wenn am Grundstück kein Platz für ein Außengerät passt, der Schall sich nicht lösen lässt oder Sie im Sommer passiv kühlen wollen. Die Luft-Wasser-Wärmepumpe bleibt in den übrigen Fällen die günstigere Wahl.

Sonde oder Kollektor, und wie viele Bohrungen?

Wann wir von der Bohrung abraten

Wir raten ab, wenn das Amt nur eine geringe Tiefe zulässt und das Grundstück für mehrere Bohrungen zu klein ist. Dasselbe gilt, wenn das Bohrgerät nicht an die Stelle kommt, etwa bei einem Zugang nur über eine Außentreppe. In beiden Fällen prüfen wir zuerst die Luft-Wasser-Anlage und danach, was der Wärmeplan für die Straße vorsieht.

Wer vor allem Heizkosten sparen will und einen guten Platz für ein Außengerät hat, dem raten wir ebenfalls zur Luft-Wasser-Anlage. Der Aufpreis der Sonde kommt über die Stromrechnung nicht zurück.

Wo wir Erdwärmepumpen planen

In Stuttgart-Sillenbuch liegt das Bezirksgebiet nach unserer Auswertung außerhalb des Heilquellenschutzgebiets, in Stuttgart-Degerloch sind es 73 %. In Bad Cannstatt liegt die Kernzone mit dem Quellgebiet, dort klären wir die Tiefe besonders früh. Auch nach Böblingen, Sindelfingen und Leonberg reicht das Schutzgebiet, zuständig ist dort aber nicht die Stuttgarter Behörde.

Was wir für die erste Einschätzung brauchen

Schicken Sie uns Adresse oder Flurstück, einen Lageplan, falls vorhanden, und die letzte Heizkostenabrechnung. Mit der Adresse sehen wir die Ersteinschätzung zur Tiefe ein und sagen Ihnen, ob sich das Gespräch über eine Bohrung lohnt. Schreiben Sie uns über das Formular oder an kontakt@waermepumpe-in-stuttgart.de, der erste Termin kostet nichts.

Häufige Fragen

Darf man in Stuttgart für Erdwärme bohren?

Ja, in den meisten Lagen. Die Stadt nennt Erdwärme in ihrem Leitfaden von 2005 beinahe flächendeckend zulässig, im Heilquellenschutzgebiet unter Auflagen. Wie tief die Sonde im Einzelfall gehen darf, entscheidet das Amt für Umweltschutz.

Wie tief darf eine Erdsonde im Heilquellenschutzgebiet gehen?

Rund 200 m gelten als örtlicher Bestwert ohne besondere Schutzmaßnahmen. In der Kernzone endet die Sonde an der Basis des Quartärs, in der Innenzone an der Oberkante der Grundgipsschichten. Die Tiefe legt immer das Amt fest.

Warum ist Anhydrit bei einer Erdwärmebohrung ein Problem?

61 % Volumenzunahme sind möglich, wenn Anhydrit Wasser aufnimmt und zu Gips wird. Dann kann sich der Boden heben. Die Leitlinien des Landes sehen deshalb vor, die Bohrung beim Antreffen abzubrechen.

Was ist in Böblingen bei den Erdwärmebohrungen passiert?

18 Bohrungen entstanden 2006 bis 2008 in Böblingen-Süd, ab 2011 traten Risse auf. Das Landesamt nennt als Ursache fehlerhafte Bohrungen und Wasser in der anhydrithaltigen Grabfeld-Formation. Risse gab es laut Presse 2012 auch in Leonberg und Renningen.

Was kostet eine Erdwärmepumpe mit Bohrung?

56.000 € nennt die Marktumfrage der Verbraucherzentrale Energieberatung gerundet für eine Sole-Wasser-Anlage mit Erdsonde, Preise von Juni 2026. Das Rechenmodell von co2online kommt bei 130 m² auf 46.500 €, davon 16.000 € für die Bohrung.

Wie viel gibt die Stadt Stuttgart je Sondenmeter?

50 € je Sondenmeter, höchstens 50.000 €, zusätzlich zu 300 € je kW, jeweils bei Faktor 1,0. Mit der KfW zusammen gilt die Grenze von 60 % der maximal förderfähigen Kosten, sie begrenzt den Zuschlag oft stark.

Brauche ich für den Zuschlag eine Ersteinschätzung des Amts?

Ja, im Antrag verlangt die Stadt die Ersteinschätzung des Sachgebiets „Technischer Grundwasser- und Bodenschutz, Altlasten“ beim Amt für Umweltschutz. Eine erste Auskunft zur Bohrtiefe gibt außerdem Stuttgart Maps.

Lohnt sich eine Erdsonde gegenüber einer Luft-Wasser-Wärmepumpe?

Nein, wenn man nur die Stromrechnung ansieht. Im Beispiel spart die Sonde rund 330 € im Jahr bei rund 20.000 € Aufpreis. Sinnvoll wird sie, wenn für ein Außengerät kein Platz ist oder der Schall nicht passt.

Wie viel Garten braucht eine Erdwärmepumpe?

6 bis 10 m Abstand sollen Erdsonden untereinander haben, dazu muss das Bohrgerät an die Stelle kommen. Ein Flächenkollektor braucht dagegen 150 bis 200 m² je 100 m² Wohnfläche, das geht auf den meisten engen Grundstücken nicht.

Wie lange hält eine Erdsonde?

50 Jahre und mehr rechnet das BBSR für Erdsonden, die Sole-Wasser-Wärmepumpe selbst mit 20 Jahren. Beim Gerätetausch bleibt die Sonde also meist im Boden und wird weiter genutzt.

Zwei Personen am Esstisch über einem Grundriss, nur Hände zu sehen, mit Bleistift, Zollstock und Kaffeetasse
Unverbindlich, Antwort innerhalb eines Werktags

Wärmepumpe für Ihr Haus in Stuttgart

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