Das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) gilt seit dem 29.07.2026 und hat die frühere Pflicht gestrichen, beim Heizungstausch 65 % erneuerbare Energie einzusetzen (BGBl. 2026 I Nr. 226). Es folgt auf das Gebäudeenergiegesetz, das im Alltag Heizungsgesetz hieß. Wer eine neue Gas- oder Ölheizung einbaut, muss ab dem 01.01.2029 einen Bioanteil von 10 % einsetzen, danach steigt er in Stufen.
In Baden-Württemberg gilt beim Heizungstausch zusätzlich das Landesgesetz EWärmeG, das neben dem Bundesgesetz bestehen bleibt. Wir bauen Wärmepumpen ein, das Bundesgesetz schreibt sie aber niemandem vor. In dieser Tabelle stehen die Regeln mit Fundstelle, Stand 05.11.2026.
| Frage | Regel seit 29.07.2026 | Grundlage |
|---|---|---|
| Pflicht zu 65 % erneuerbarer Energie beim Heizungstausch | entfallen | §§ 71 bis 73 GModG |
| Beratungspflicht | entfallen | §§ 71 bis 73 GModG |
| Betriebsverbote, auch das nach 30 Jahren | entfallen | § 72 GModG |
| Welche Heizung Sie wählen dürfen | zehn Optionen, darunter Gas, Öl, Wärmepumpe, Hybrid und Wärmenetz | § 42 Abs. 2 GModG |
| Neue Gas- und Ölheizung | Bioanteil von 10 % ab 2029, steigend bis 60 % ab 2040 | § 43 GModG |
| Neubau | §§ 42 bis 45 gelten entsprechend, Pflichten für Nullemissionsgebäude erst ab 2030 | §§ 10, 10a GModG |
| Heizungstausch in Baden-Württemberg | 15 % erneuerbar oder 15 % weniger Bedarf in vor 2009 errichteten Gebäuden | § 4 EWärmeG |
Den Wortlaut finden Sie zum Beispiel unter § 43 GModG. Die Internetadresse trägt dort noch die alte Abkürzung.
