Woran Sie selbst sehen, ob die Anlage gut läuft
Teilen Sie die Wärmemenge eines Jahres durch den Strom desselben Jahres, dann haben Sie die Jahresarbeitszahl. Ab 3 gilt eine Anlage nach der Verbraucherzentrale als effizient, ab 3,5 als gut.
| Vergleichswert |
Jahresarbeitszahl |
Quelle |
| Außenluft im Bestand, 49 Anlagen |
Mittel 3,4, Spanne 2,6 bis 4,9 |
Fraunhofer ISE, Auswertung 2024 |
| Erdsonde im Bestand, 13 Anlagen |
Mittel 4,3, Spanne 3,6 bis 5,4 |
Fraunhofer ISE, Auswertung 2024 |
| Mindestwert der KfW |
3,0 |
BEG-Richtlinie Anlage 3 |
| Mindestwert der Stadt, Luft-Wasser |
3,5 nach VDI 4650 Blatt 1 |
Förderrichtlinie, gültig ab 01.05.2026 |
| Mindestwert der Stadt, Sole und Wasser |
3,8 nach VDI 4650 Blatt 1 |
Förderrichtlinie, gültig ab 01.05.2026 |
Der Feldtest fiel in einen milden Winter, und unsanierte Häuser waren keine eigene Gruppe. Lesen Sie die Werte deshalb als Anhalt. Die Mindestwerte von KfW und Stadt sind Rechenwerte für den Antrag und keine Messung an Ihrem Gerät.
Beispiel. Ein Haus braucht 18.000 kWh Wärme im Jahr und zahlt 29,0 ct je Kilowattstunde Heizstrom (BDEW, 01.10.2026). Bei einer Jahresarbeitszahl von 3,4 sind das rund 5.300 kWh Strom, bei 2,6 rund 6.900 kWh. Der Unterschied von 1.600 kWh kostet rechnerisch rund 464 € im Jahr und damit mehr, als die Wartung laut Verbraucherzentrale kostet.
Fünf Grad weniger Vorlauf senken den Strom bei 2 bis 4 % je Grad um 10 bis 20 %. Bei 5.300 kWh und 29,0 ct sind das rechnerisch rund 154 bis 307 € im Jahr, sofern die Räume warm bleiben. Wie Vorlauf und Heizkörper zusammenhängen, steht bei der Vorlauftemperatur, die Kennzahl selbst bei der Jahresarbeitszahl.