So legen wir das Gerät aus
Größe aus Verbrauch und Heizlast
Für den ersten Anhalt reicht die Gasrechnung, denn 20.000 kWh entsprechen rechnerisch rund 6,5 bis 8 kW. Die genaue Zahl liefert die raumweise Heizlast, die auch Bedingung für die KfW-Förderung ist. Von 156 ausgewerteten Angeboten lagen 60 bei 10 bis 12 kW, und viele Anlagen gelten als überdimensioniert. Der Rechenweg steht bei Heizlast und Größe.
Vorlauf und Winterbetrieb
Ziel sind höchstens 55 °C Vorlauftemperatur, je Grad weniger sinkt der Strombedarf um 2 bis 4 %. Wie stark das wirkt, lässt sich am Datenblatt eines 9-kW-Geräts ablesen, das wir nur als Beispiel nehmen. COP heißt Leistungszahl, also Wärme je Kilowattstunde Strom in genau diesem Betriebspunkt.
| Außenluft |
COP bei 35 °C Vorlauf |
COP bei 55 °C Vorlauf |
| 7 °C |
4,48 |
2,78 |
| −7 °C |
2,63 |
1,80 |
Richtig kalte Tage sind in Stuttgart selten. Ein Tagesmittel unter −5 °C gab es 2011 bis 2025 am Schnarrenberg an 2,5 und in Echterdingen an 3,1 Tagen je Jahr. Für die Stromrechnung eines Jahres zählt deshalb der Vorlauf mehr als der kälteste Tag. Mehr dazu auf der Seite zu Vorlauftemperatur und Heizkörpern.
Jahresarbeitszahl und Stadtprogramm
Als Jahresarbeitszahl bezeichnet man das Verhältnis von Wärme zu Strom über ein ganzes Jahr. Im Feldtest von Fraunhofer ISE kamen Außenluft-Anlagen im Bestand im Mittel auf 3,4, bei einer Spanne von 2,6 bis 4,9 und in einem milden Winter. Das Stadtprogramm verlangt für Luft-Wasser 3,5, gerechnet nach VDI 4650 Blatt 1. Bei einer hohen Vorlauftemperatur wird das eng, deshalb rechnen wir die Zahl vor dem Antrag.
Kältemittel und Bauform
Neue Monoblock-Geräte bis 50 kW und Split-Geräte bis 12 kW dürfen ab 2027 kein Kältemittel mit einem GWP über 150 enthalten, und die Förderung verlangt ab 01.01.2028 natürliche Kältemittel. Was das für die Wahl zwischen beiden Bauformen heißt, steht unter Monoblock oder Split.