Wie groß muss das Gerät für ein Haus aus den 1960ern sein?
Oft kleiner, als die Rechnung nach Wohnfläche vermuten lässt. Aus dem Verbrauch der letzten Jahre ergibt sich, was das Haus tatsächlich braucht, und darin steckt auch das Filderklima schon drin.
Beispiel. Haus in Echterdingen, Baujahr 1965, 130 m², Fenster und Dach erneuert, Außenwand ungedämmt, 20.000 kWh Gas im Jahr. Drei Rechenwege führen zu drei Ergebnissen.
| Rechenweg |
Ansatz |
Heizlast, rechnerisch |
| Aus dem Verbrauch |
20.000 kWh geteilt durch 2.500 bis 3.000 Stunden |
rund 6,5 bis 8 kW |
| Je m², sanierter Altbau |
50 bis 80 W/m² mal 130 m² |
6,5 bis 10,4 kW |
| Je m², unsanierter Altbau |
80 bis 120 W/m² mal 130 m² |
10,4 bis 15,6 kW |
Die beiden Faustwerte stammen vom Hersteller Bosch, die Teilerregel vom Bundesverband Wärmepumpe. Keiner ersetzt die raumweise Heizlast nach DIN EN 12831, die die KfW für die Förderung ohnehin verlangt. Unter den 156 von der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz ausgewerteten Angeboten lagen 60 bei 10 bis 12 kW und 45 bei 7 bis 9 kW, und laut Fraunhofer ISE sind viele Anlagen überdimensioniert. Ein zu großes Gerät kostet mehr, der Median der Auswertung liegt bei 4.098 € je kW.
Die ganze Anlage liegt dort bei 21.099 bis 54.168 €, Median 34.898 € (Rheinland-Pfalz, Stand Juli 2026). Bei Antrag bis 31.01.2027 sind für Selbstnutzer mit Gaskessel über 20 Jahre rechnerisch 12.880 € KfW-Zuschuss möglich. Wie der Rechenweg im Einzelnen läuft, steht auf der Seite zur Größe.