Was bleibt am Killesberg mit Luft-Wasser und was mit Sonde?
Im Beispiel bleiben mit Sonde 39.200 € Eigenanteil und mit Luft-Wasser 19.520 €, denn vom Sondenzuschuss bleibt wegen des gemeinsamen Deckels von Stadt und KfW fast nichts übrig.
Beispiel. Frei stehendes Haus am Killesberg, 12 kW Heizleistung, selbst genutzt, Gaskessel älter als 20 Jahre, Antrag bis 31.01.2027. Stadtprogramm bei Faktor 1,0, als Bezugsgröße nehmen wir 28.000 € an, die Sonde misst 200 m. Die Preise stammen aus der Marktumfrage der Verbraucherzentrale Energieberatung (Preise 06/2026, abgelesen und gerundet) und sind keine Preise von uns.
| Posten |
Luft-Wasser |
Erdsonde |
| Marktpreis |
36.000 € |
ca. 56.000 € |
| KfW, 46 % von 28.000 € |
12.880 € |
12.880 € |
| Stadt, 12 kW × 300 € |
3.600 € |
3.600 € |
| Stadt, 200 m × 50 € |
|
10.000 € |
| Grenze KfW plus Stadt, 60 % von 28.000 € |
16.800 € |
16.800 € |
| Zuschuss nach der Grenze |
16.480 € |
16.800 € |
| Eigenanteil |
19.520 € |
39.200 € |
Bei Luft-Wasser bleiben KfW und Stadt mit 16.480 € knapp unter der Grenze. Bei der Sonde ergäben sie rechnerisch 26.480 €, die Grenze greift, und von den 10.000 € für die Bohrung bleiben 320 € übrig. Der Eigenanteil liegt deshalb rund doppelt so hoch. Beim Strom liegt die Sonde vorn, das Fraunhofer ISE maß im Bestand im Mittel eine Jahresarbeitszahl von 4,3 (13 Anlagen) gegen 3,4 bei Außenluft (49 Anlagen), in einem milden Winter. Bei 18.000 kWh Wärme und 29,0 ct/kWh Heizstrom kostet die Luft-Wasser-Wärmepumpe 1.540 € im Jahr. Die Sonde kommt rechnerisch auf rund 4.190 kWh und rund 1.210 €, das sind rund 330 € weniger.
In der rechnerischen Nutzungsdauer von 20 Jahren kommen so rund 6.600 € zusammen, der Unterschied beim Eigenanteil beträgt 19.680 €. Die Bohrung selbst hält mindestens 50 Jahre. Die Sonde kann trotzdem richtig sein, etwa wenn am Weißenhof kein Außengerät genehmigt wird oder das Nachbarfenster zu nah ist. Die Stadt verlangt bei Sole-Wasser eine Jahresarbeitszahl von 3,8, bei Luft-Wasser 3,5. Beim Stadtprogramm besteht kein Rechtsanspruch, und laut Energieberatungszentrum sind die Mittel 2026 ausgeschöpft, während die Stadtseite vom 22.10.2026 keinen Stopp nennt.