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Wärmepumpe in Stuttgart — zur Startseite Wärmepumpe in Stuttgart Heizungstechnik für Ihr Haus KfW 458 Zuschuss für den Heizungstausch
Altbauzimmer mit Stuck und Eichendielen, unter dem Sprossenfenster ein flacher Plattenheizkörper, Sessel und Bücherregal
Heizungstechnik für Ihr Haus

Vorlauftemperatur und Heizkörper bei der Wärmepumpe

Für Häuser in Stuttgart planen wir die Wärmepumpe auf höchstens 55 °C Vorlauf. Je Grad weniger sinkt der Strombedarf um 2 bis 4 %, und meist reicht es, einen Teil der Heizkörper zu tauschen.

oder per E-Mail: kontakt@waermepumpe-in-stuttgart.de

Eine Wärmepumpe sollte im Bestand mit höchstens 55 °C Vorlauf auskommen, gut sind 30 bis 50 °C (Verbraucherzentrale, abgerufen 11/2026). Der Vorlauf ist das Heizwasser, das zu den Heizkörpern fließt. Je Grad weniger braucht die Anlage 2 bis 4 % weniger Strom; die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz nennt in zwei Papieren 2 bis 3 % und 3 bis 4 %. Für größere Heizkörper nennt das Heizungsprogramm der Stadt Stuttgart 500 € je Raum, bei Faktor 1,0 und ohne Rechtsanspruch.

Wie stark die Temperatur wirkt, lässt sich am COP ablesen, also an der Wärme je Kilowattstunde Strom in einem bestimmten Betriebspunkt. In der Tabelle stehen die Werte aus dem Datenblatt eines einzelnen 9-kW-Geräts, eine Empfehlung für dieses Gerät ist das nicht. Die rechte Spalte haben wir aus den COP-Werten gerechnet.

Außenluft COP bei 35 °C Vorlauf COP bei 55 °C Vorlauf Strom je 100 kWh Wärme, 35 und 55 °C (rechnerisch)
7 °C 4,48 2,78 rund 22 und 36 kWh
−7 °C 2,63 1,80 rund 38 und 56 kWh

Bei 7 °C Außenluft braucht dieses Gerät mit 55 °C Vorlauf rechnerisch rund 60 % mehr Strom als mit 35 °C. Im Stuttgarter Januar liegt das Mittel bei 2,1 °C am Schnarrenberg und 1,1 °C in Echterdingen (DWD, 1991 bis 2020), die untere Zeile gilt also nur an wenigen Tagen im Jahr.

Welchen Vorlauf ein Haus braucht, hängt an Heizlast und Heizkörper

Die nötige Vorlauftemperatur ergibt sich aus der Heizlast jedes Raums und der Fläche seines Heizkörpers. Ein großer Heizkörper gibt dieselbe Wärme bei niedrigerer Temperatur ab als ein kleiner. Deshalb bestimmt der schwächste Raum den Vorlauf für das ganze Haus, solange man dort nichts ändert.

Grafik: COP eines Beispielgeräts bei 35 und 55 °C Vorlauf, jeweils bei 7 und −7 °C Außenluft

Das Baujahr entscheidet dabei weniger, als viele annehmen. Das Fraunhofer ISE fand in seinem Feldtest im Bestand keinen Zusammenhang zwischen Baualter und Effizienz, wohl aber mit der Temperatur im Heizkreis. Der Winter der Auswertung 2024 war allerdings mild, und unsanierte Häuser bilden keine eigene Gruppe. Von den bewerteten Häusern bis Baujahr 1979 hatten 95 % sanierte Fenster, 82 % ein saniertes Dach und 51 % eine sanierte Außenwand.

In Stuttgart sind 76,1 % der Gebäude vor 1980 gebaut (Zensus 2022). Oft stammen die Heizkörper aus der Zeit vor dem Fenstertausch und sind dann für das heutige Haus reichlich groß. Bei einem Altbau in Stuttgart lesen wir als Erstes die Heizkurve am vorhandenen Kessel ab, denn daran sehen wir, mit welcher Temperatur das Haus heute warm wird.

So testen Sie Ihre Heizkörper mit dem alten Kessel

Der Test der Verbraucherzentrale kostet nichts und braucht einen kalten Tag. Sie stellen den Vorlauf am Kessel auf 55 °C und alle Thermostate auf Stufe 3. Sind danach alle Räume warm, kommt das Haus mit einer Wärmepumpe zurecht, und in Räumen, die kühl bleiben, ersetzt man den Heizkörper.

Am Kessel gelingt das je nach Regelung nur über die Heizkurve, und ein Thermometer an der Vorlaufleitung hilft beim Kontrollieren. Schreiben Sie auf, welcher Raum nach einigen Stunden wie warm ist. Achten Sie auch darauf, ob ein Heizkörper oben heiß und unten kalt bleibt, denn das spricht eher für zu wenig Durchfluss als für einen zu kleinen Heizkörper.

Kalte Tage sind in Stuttgart allerdings selten. Ein Tagesmittel unter −5 °C gab es von 2011 bis 2025 im Schnitt an 2,5 Tagen am Schnarrenberg und an 3,1 Tagen in Echterdingen (eigene Auswertung der DWD-Daten). Ein Test bei mildem Wetter sagt deshalb wenig über den Auslegungsfall, und wir rechnen die Räume zusätzlich nach DIN EN 12831. Wie sich die Norm-Außentemperatur zwischen −9,3 °C im Kessel und −11,8 °C in den höheren Lagen auswirkt, steht bei der Heizlast und Größe der Wärmepumpe.

Heizungsbauer von hinten verlegt Rohrschleifen einer Fußbodenheizung auf Dämmplatten, daneben die Rohrrolle

Wann muss ein Heizkörper wirklich getauscht werden?

Getauscht wird ein Heizkörper, wenn sein Raum bei der geplanten Vorlauftemperatur die berechnete Heizlast nicht erreicht und auch eine bessere Einstellung nicht hilft. Meist betrifft das einen Teil der Heizkörper. Die folgenden Befunde sehen wir uns im Haus an.

Befund im Raum Was wir daraus machen
Raum wird bei 55 °C warm, Thermostat bleibt teilweise zu Heizkörper bleibt, oft ist noch ein niedrigerer Vorlauf möglich
Heizkörper wird nur oben warm oder das Ventil klemmt zuerst Ventil und Einstellung, dann neu urteilen
Bad oder kleines Zimmer mit knappem Heizkörper größerer Heizkörper, weil dieser Raum sonst den Vorlauf für alle hochhält
Anbau oder ausgebautes Dachgeschoss am alten Strang Heizlast eigens rechnen, Heizkörper und Rohrquerschnitt prüfen
Einrohrheizung mit mehreren Heizkörpern hintereinander der letzte bekommt das kälteste Wasser, hier planen wir den Umbau einzeln
Viele Räume bleiben auch nach Abgleich und Einzeltausch kalt Dämmung, Hybrid oder andere Heizart ansprechen

Wer dauerhaft über 55 °C bleibt, sollte vor dem Kauf rechnen, ob die Wärmepumpe allein das Haus sinnvoll beheizt oder ob eine Hybridheizung oder zuerst die Hülle der bessere Schritt ist. Bis 70 °C ist technisch möglich, geht aber laut Verbraucherzentrale zu Lasten der Effizienz.

Der hydraulische Abgleich kommt vor jedem neuen Heizkörper

Hydraulischer Abgleich heißt, dass jeder Heizkörper genau die Wassermenge bekommt, die sein Raum laut Rechnung braucht. Ohne ihn werden nahe Heizkörper zu heiß und ferne zu kühl, und der Vorlauf wird höher eingestellt, als nötig wäre. Nach Angaben des Bundesverbands Wärmepumpe sind 80 % der Anlagen nicht abgeglichen, ein Ventiltausch ist in 90 % sinnvoll.

Für die KfW und das Stuttgarter Programm ist Verfahren B vorgeschrieben, das auf der raumweisen Heizlast aufbaut. In 86 % der von der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz ausgewerteten Angebote war der Abgleich enthalten, Heizkörpertausch nur in 23 % (Auswertung 07/2026). Beides sollte einzeln im Angebot stehen, die Prüfpunkte für den Angebotsvergleich helfen dabei.

Posten Marktpreis Quelle und Stand
Heizkörper tauschen 326 bis 1.207 € je Stück, Median 642 € Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz 2025, 18 Angebote
Hydraulischer Abgleich 120 bis 5.300 €, Median 1.071 € Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz, Auswertung 07/2026
Fußbodenheizung nachrüsten 20 bis 135 €/m², Beispiel 130 m² gefräst 11.500 € co2online, Modell

Eine Preisstatistik nur für Stuttgart liegt nicht vor. Die Zahlen kommen aus Rheinland-Pfalz und aus Modellrechnungen und geben deshalb nur die Größenordnung an.

Was zahlt die Stadt Stuttgart für größere Heizkörper?

Rechnen sich neue Heizkörper oder eine Fußbodenheizung?

Fünf neue Heizkörper rechnen sich in diesem Beispiel, die gefräste Fußbodenheizung kommt allein über den Strom kaum herein.

Beispiel. Einfamilienhaus in Stuttgart, 18.000 kWh Wärme im Jahr, angenommen 5.300 kWh Strom bei 29,0 Cent je Kilowattstunde (BDEW, 01.10.2026). Der Umbau senkt den Vorlauf um angenommen 10 Grad. Bei 2 bis 4 % je Grad sind das rechnerisch 1.060 bis 2.120 kWh weniger im Jahr, also rund 310 bis 615 €.

Rechnung im Beispiel 5 Heizkörper zum Median Fußbodenheizung 130 m² gefräst
Marktpreis 3.210 € 11.500 €
Stadt, 5 Räume, Faktor 1,0 2.500 € 2.500 €
Bleibt einmalig 710 € 9.000 €
Stromkosten weniger im Jahr 310 bis 615 € 310 bis 615 €
Jahre bis zum Ausgleich, rechnerisch rund 1 bis 2 rund 15 bis 29
Jahre ohne Stadtgeld, rechnerisch rund 5 bis 10 rund 19 bis 37

Die 2.500 € passen nur unter die 60-%-Grenze, wenn die KfW wenig beiträgt. Bei 10 kW und 30 % KfW kommen 8.400 €, 3.000 € und 2.500 € auf 13.900 €, und die Grenze liegt bei angenommen 28.000 € Bezugsgröße bei 16.800 €. Mit 46 % KfW wären neben den 3.000 € für die Wärmepumpe rechnerisch nur noch 920 € frei. Wie die Stadt die Heizkörper in dieser Prüfung behandelt, können wir nicht belegen, das Amt für Umweltschutz sollte es vor dem Antrag bestätigen.

Die rechnerische Nutzungsdauer einer Luft-Wasser-Wärmepumpe beträgt 18 Jahre (BBSR). Die Fußbodenheizung kommt über den Strom also allenfalls knapp herein, und wenn die Stadtmittel fehlen, gar nicht. Wird der Boden ohnehin erneuert, sieht die Rechnung anders aus, weil ein Teil der Kosten dann sowieso anfällt.

Bei den Heizkörpern hängt die Rechnung an den 10 Grad. Reichen fünf neue Heizkörper nur für 5 Grad, halbiert sich die Ersparnis, und über mehrere Grad bleibt der Prozentwert ohnehin eine Näherung.

Bei welchem Vorlauf reicht es für die Förderbedingung?

Mit 55 °C Vorlauf kann es für die KfW reichen, für das Stadtprogramm wird es bei Luftgeräten eng. Die KfW verlangt eine Jahresarbeitszahl, also Wärme je Kilowattstunde Strom im Jahresmittel, von mindestens 3,0. Die Stadt verlangt nach VDI 4650 Blatt 1 bei Luft-Wasser 3,5, bei Sole-Wasser und Wasser-Wasser 3,8 und im Denkmal 3,0.

Das 9-kW-Gerät aus der Tabelle kommt laut Datenblatt auf einen SCOP von 4,90 bei 35 °C und 3,32 bei 55 °C. Der SCOP ist eine Laborkennzahl und nicht dasselbe wie die Rechnung nach VDI 4650, deshalb rechnen wir die Jahresarbeitszahl für das einzelne Haus. Im Feldtest des Fraunhofer ISE erreichten Außenluft-Anlagen im Bestand im Mittel 3,4, mit einer Spanne von 2,6 bis 4,9. Wer die 3,5 der Stadt braucht, plant den Vorlauf also besser von Anfang an niedrig.

Bohrgerät auf Raupen im Herbstgarten auf Schutzbrettern, zwei Arbeiter von hinten, daneben eine Rolle schwarzes Sondenrohr

Was Sie für das erste Gespräch notieren können

Am meisten hilft uns eine Liste, welche Räume beim Test warm wurden, welche nicht und wie viele Heizkörper das Haus hat. Dazu passen Fotos der Heizkörper und der Kesseleinstellung. Beim ersten Termin, der nichts kostet, sehen wir uns die schwachen Räume an und sagen, welcher Vorlauf bei Ihnen realistisch ist. Das Formular auf dieser Seite reicht dafür, oder Sie schreiben an kontakt@waermepumpe-in-stuttgart.de.

Häufige Fragen

Wie hoch darf die Vorlauftemperatur einer Wärmepumpe sein?

55 °C gelten als Obergrenze für einen sparsamen Betrieb, gut sind 30 bis 50 °C (Verbraucherzentrale). Bis 70 °C ist technisch möglich, das geht aber zu Lasten der Effizienz.

Wie viel Strom spart ein Grad weniger Vorlauf?

2 bis 4 % je Grad nennt die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz, je nach Auswertung. Die Werte sind Richtgrößen, und über mehrere Grad gerechnet bleibt das eine Näherung.

Was kostet ein neuer Heizkörper für die Wärmepumpe?

326 bis 1.207 € je Stück, im Median 642 €, nach 18 Angeboten aus der Auswertung 2025 der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. Eine eigene Statistik nur für Stuttgart liegt nicht vor.

Müssen für die Wärmepumpe alle Heizkörper raus?

Nein. Meist reicht ein Teil, weil viele Heizkörper für ein Haus vor dem Fenstertausch und der Dachdämmung ausgelegt wurden. Welche es sind, ergibt die raumweise Heizlast.

Funktioniert eine Wärmepumpe mit alten Gussheizkörpern?

Ja, wenn der Raum bei der geplanten Vorlauftemperatur warm wird. Alte Gussheizkörper haben oft viel Fläche, deshalb tauschen wir sie erst, wenn die Rechnung für den einzelnen Raum zu wenig Leistung ergibt.

Braucht eine Wärmepumpe im Altbau eine Fußbodenheizung?

Nein. Das Fraunhofer ISE hat in seinem Feldtest gemessen, dass genügend große Heizkörper bei ähnlich niedrigen Temperaturen auskommen wie eine Flächenheizung. Eine Nachrüstung lohnt sich vor allem, wenn der Boden ohnehin neu gemacht wird.

Zahlt die Stadt Stuttgart neue Heizkörper?

Ja, das Heizungsprogramm nennt 500 € je Raum und höchstens 20.000 €, jeweils bei Faktor 1,0. Einen Rechtsanspruch gibt es nicht, die Bewilligung hängt an den Haushaltsmitteln.

Sollen die Heizkörper mit in den KfW-Antrag?

Nein, das rät die Stadt Stuttgart ausdrücklich, wenn auch das Heizungsprogramm genutzt werden soll. KfW und Stadt dürfen zusammen höchstens 60 % der maximal förderfähigen Kosten erreichen.

Ist der hydraulische Abgleich bei der Wärmepumpe Pflicht?

Ja für die Förderung, denn KfW und Stadt verlangen Verfahren B, die Stadt außer bei Luft-Luft. Gesetzlich gilt die Pflicht nach § 60c GModG nur ab 6 Wohnungen.

Reicht ein milder Tag für den Heizkörpertest?

Nein. Der Test sagt nur an einem kalten Tag etwas aus, und davon gibt es in Stuttgart wenige. Deshalb rechnen wir die Räume zusätzlich nach DIN EN 12831 durch.

Zwei Personen am Esstisch über einem Grundriss, nur Hände zu sehen, mit Bleistift, Zollstock und Kaffeetasse
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