Eine Wärmepumpe sollte im Bestand mit höchstens 55 °C Vorlauf auskommen, gut sind 30 bis 50 °C (Verbraucherzentrale, abgerufen 11/2026). Der Vorlauf ist das Heizwasser, das zu den Heizkörpern fließt. Je Grad weniger braucht die Anlage 2 bis 4 % weniger Strom; die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz nennt in zwei Papieren 2 bis 3 % und 3 bis 4 %. Für größere Heizkörper nennt das Heizungsprogramm der Stadt Stuttgart 500 € je Raum, bei Faktor 1,0 und ohne Rechtsanspruch.
Wie stark die Temperatur wirkt, lässt sich am COP ablesen, also an der Wärme je Kilowattstunde Strom in einem bestimmten Betriebspunkt. In der Tabelle stehen die Werte aus dem Datenblatt eines einzelnen 9-kW-Geräts, eine Empfehlung für dieses Gerät ist das nicht. Die rechte Spalte haben wir aus den COP-Werten gerechnet.
| Außenluft | COP bei 35 °C Vorlauf | COP bei 55 °C Vorlauf | Strom je 100 kWh Wärme, 35 und 55 °C (rechnerisch) |
|---|---|---|---|
| 7 °C | 4,48 | 2,78 | rund 22 und 36 kWh |
| −7 °C | 2,63 | 1,80 | rund 38 und 56 kWh |
Bei 7 °C Außenluft braucht dieses Gerät mit 55 °C Vorlauf rechnerisch rund 60 % mehr Strom als mit 35 °C. Im Stuttgarter Januar liegt das Mittel bei 2,1 °C am Schnarrenberg und 1,1 °C in Echterdingen (DWD, 1991 bis 2020), die untere Zeile gilt also nur an wenigen Tagen im Jahr.



