Im Feldtest des Fraunhofer ISE kamen Luft-Wasser-Wärmepumpen in Bestandshäusern auf eine mittlere Jahresarbeitszahl von 3,4, Erdsonden auf 4,3 (Auswertung 2024). Die Jahresarbeitszahl, kurz JAZ, ist das Verhältnis von abgegebener Wärme zu verbrauchtem Strom über ein ganzes Jahr. Als Mindestwert verlangt die KfW 3,0, die Stadt Stuttgart 3,5 oder 3,8 und das EWärmeG des Landes 2,50.
Bei 3,4 braucht ein Haus für 18.000 Kilowattstunden Wärme rund 5.300 Kilowattstunden Strom. Die drei Mindestwerte gehen oft durcheinander, weil sie denselben Namen tragen und für verschiedene Zwecke gelten.
| Regelwerk | Mindestwert | Für welche Anlage | Wozu der Wert dient | Quelle |
|---|---|---|---|---|
| KfW 458 (Bund) | JAZ 3,0 | jede geförderte Wärmepumpe | Bedingung für den Zuschuss | BEG-Richtlinie, Anlage 3, Stand 11/2026 |
| Heizungsprogramm Stuttgart | JAZ 3,5 | Luft-Wasser | Bedingung für den Zuschuss der Stadt | Förderrichtlinie, gültig ab 01.05.2026 |
| Heizungsprogramm Stuttgart | JAZ 3,8 | Sole-Wasser und Wasser-Wasser | wie oben | wie oben |
| Heizungsprogramm Stuttgart | JAZ 3,0 | Wärmepumpe im Denkmal | wie oben | wie oben |
| Heizungsprogramm Stuttgart | SCOP 4,0 | Luft-Luft | wie oben | wie oben |
| EWärmeG Baden-Württemberg | JAZ 2,50 | elektrische Wärmepumpe beim Heizungstausch, Gebäude vor 2009 | erfüllt die Pflicht aus dem Landesgesetz | § 5 Abs. 2 EWärmeG |
Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe mit angenommen 3,2 erfüllt deshalb die Bedingung der KfW und das EWärmeG, bekommt von der Stadt aber nichts. Für Vermieter kommt eine Grenze aus dem Mietrecht dazu. Die Mieterhöhung von 10 % der Kosten im Jahr, höchstens 0,50 €/m² in 6 Jahren, gibt es voll nur mit einer JAZ von mindestens 2,5 (§§ 559e, 559f BGB).
